Sieg zum Jubiläum

Im 300. Auftritt in der Bundesliga feierten die Wölfe einen verdienten 4:0 Auswärtssieg bei der SV Ried. Nun kann man mit einem Sieg am Sonntag das Ticket für die Meistergruppe lösen.

Die Lavanttaler starteten wie die Feuerwehr in dieses Spiel und hätten nach 13 Minuten schon mit 3:0 führen können. Nach einem langen Ball von Michael Liendl auf Dario Vizinger, legte dieser auf Taferner ab, dessen Abschluss aus kurzer Distanz jedoch neben das Tor ging (6.). Nur drei Minuten später schlug es aber das erste Mal im Rieder-Tor ein: Liendl auf Joveljic, dieser mit einem super Dribbling und perfekten Schnittstellenpass auf Vizinger und der Kroate schob den Ball an Radlinger zur 1:0 Führung vorbei ins Tor.
Joveljic war auch in der nächsten Aktion beteiligt, als er im Strafraum von Reifeltshammer zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Michael Liendl zum 2:0 (13.).

Ein Riesenschritt für die Top-Sechs. Wir haben das unglaublich gut gemacht und spielerisch eines der besten Spiele gemacht.

Michael Liendl

Wölfe im Spielrausch

Nach der 2:0-Führung kamen die Rieder für kurze Zeit in die Gänge, blieben offensiv aber zu harmlos oder fanden in Alexander Kofler ihren Meister.
Kurz nach dem Wechsel hatte Stefan Nutz die große Chance auf den Anschlusstreffer, seinen Schuss aus kurzer Distanz wehrte Verteidiger Gustav Henriksson vor der Linie ab (50.). Bei dieser Aktion verletzte sich Alexander Kofler bei einem Zusammenprall mit Dominik Baumgartner und musste durch Manuel Kuttin ersetzt werden. Wenig später beendete Joveljic mit dem 0:3 die letzten Hoffnungen der Rieder: Taferner erkämpft an der Outlinie den Ball und über Jonathan Scherzer kommt der Ball zum Serben. Dieser lässt im Strafraum seine Knipser-Fähigkeiten aufblitzen, setzt sich gegen zwei Gegenspieler durch und schiebt ins lange Eck ein (56.). Danach spielten sich die Wölfe einige sehenswerte Angriffe heraus, die aber leider nicht mit einem Tor belohnt wurden.
Im Finish hatte Marco Grüll den Ehrentreffer für die Wikinger auf dem Fuß, scheiterte aber an Kuttin (81.). Den Schlusspunkt setzte, der zuvor eingewechselte, Thorsten Röcher. Nach einem Fersler von Eliel Peretz auf Liendl und traumhafter Außenristflanke netzte Röcher per Flugkopfball zum 4:0 ein. Für den 29-Jährigen war es das erste Pflichtspieltor für die Wölfe.

„Ich bin natürlich hoch zufrieden. Wir haben gegen einen sehr unguten und aggressiven Gegner gespielt. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit hatten wir etwas Glück, aber nach dem 3:0 war das Spiel entschieden. Wenn wir alles zu Ende gespielt hätten, hätten wir auch sechs oder sieben Tore schießen können.“ 

Roman Stary
14/08/2022 17:00
Red Bull Arena