Wichtiger Sieg in Wien

Nach über vier Jahren ohne Sieg in Hütteldorf besorgte uns Cheikhou Dieng am Sonntag in der Nachspielzeit drei wichtige Punkte im Kampf um den 3. Platz. Die Revanche für die 1:8 Heimniederlage ist somit gelungen.

Die Partie bei starkem Wind begann mit der Spezialdisziplin von Michael Liendl: Zwei Standardsituationen des WAC-Spielmachers brachten jedoch nichts ein. Ebenso wenig die Offensivbemühungen der Rapidler. Doch die Wölfe verteidigten viel aggressiver und stabiler als bei der 1:8 Heimniederlage am Ostersonntag. Durch einen Volley von Christopher Wernitznig, nach Zuspiel von Thorsten Röcher, hatten die Wolfsberger die erste Chance (13.).
Die Hütteldorfer wurden nur gefährlich, wenn mit Kombinationen die Mittelfeld-Raute des WAC ausgespielt werden konnte. Und das gelang in Hälfte eins nur zwei Mal. Als Marcel Ritzmaier freigespielt worden war, rutschte noch Michael Novak in den Schuss (17.). In Minute 34 endete die Kombination bei Dejan Ljubicic. Der Schuss des Rapid-Kapitäns ging drüber.

Turbulenter zweiter Durchgang

In Hälfte zwei wurde Manuel Kuttin endlich geprüft, und prompt war der WAC-Goalie geschlagen. Die Vorgeschichte zum 1:1 war kurios: Dejan Joveljic spielte einen Freistoß schnell ab, traf Mitspieler Matthäus Taferner und nahm danach den Ball wieder in die Hand. Der fällige Freistoß von Marcel Ritzmaier aus knapp 30 Metern landete im Kreuzeck (57.). Als Rapid alles unter Kontrolle zu haben schien, verlor Ljubicic den Ball. Barac wollte ausputzen, Wernitznig stellte seinen Fuß dazwischen und beide gingen zu Boden. Schiedsrichter Jäger entschied auf Elfmeter.
Michael Liendl behielt die Nerven vom Punkt und traf zum Ausgleich.
Daraufhin verlor Barac die Nerven. Der Kroate stieg WAC-Joker Dario Vizinger ohne Not auf die Schulter – Rot nach 77 Minuten. Die Top-Chance auf den Sieg für Rapid kam dennoch: Christoph Knasmüllner zog voll ab, der Lattenpendler des Jokers war aber nur der vorletzte Aufreger in einer hektischen zweiten Halbzeit (85.). Denn Knasmüllner spielte noch einen verhängnisvollen Fehlpass, den Giorbelidze abfing. Der Ball landete bei Vizinger und dessen tolle Hereingabe musste Cheikhou Dieng nur noch über die Linie drücken.

„Der Matchplan ist nicht ganz aufgegangen, aber das ist egal, wenn wir drei Punkte mitnehmen. Speziell in der ersten Halbzeit waren wir am Ball zu hektisch. Wir wussten, dass wir nicht zu allzu vielen Torchancen kommen werden, aber der Plan war, auch wenn es ein dreckiger Sieg wird, die Chancen zu nutzen und das ist aufgegangen. Über den Elfmeter kann man diskutieren, aber es hat auch Situationen gegeben, in denen wir einen Elfmeter haben wollten und er nicht gegeben wurde. Es freut mich für die ganze Mannschaft und speziell für die Jungen, dass wir heute mit drei Punkten heimfahren.“

Roman Stary
13/11/2022 14:30
Generali-Arena