Keine Punkte in Wien

Auch nach dem 3. Spieltag in der ADMIRAL Bundesliga muss der WAC auf den ersten Saisonsieg warten. Obwohl man speziell in der 1. Hälfte gute Torchancen vorfand, muss man sich schlussendlich mit 3:0 gegen Rapid geschlagen geben.

Die Wölfe legten stark los, ließen den Wienern kaum Luft zum Durchschnaufen und drängten auf die Führung. Neben vielen Standardsituationen gab es mehrere Topchancen. Richard Strebinger musste sich bei einem Schuss von Amar Dedic genauso auszeichnen (6.) wie bei einem Abschluss von Tai Baribo aus spitzem Winkel (9.). Drei Minuten später fehlte bei einem Kopfball des israelischen Stürmers nicht viel.
Die Wiener konnten sich in der ersten Viertelstunde nicht befreien, hätten aber beinahe den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Kelvin Arase traf nach einem Haken ins kurze Eck. Schiedsrichter Alexander Harkam nahm den Treffer nach Videostudium allerdings zurück, da zu Beginn der Aktion bei einem Angriff Michael Liendl von Maximilian Ullmann gefoult worden war.

Griechische Festspiele besiegelten Niederlage

Für Rapid schien die Aktion aber wie ein Weckruf, sie wirkten durch die Entscheidung angestachelt und waren besser im Spiel. Als Belohnung gab es die Führung: Ullmann traf zwar die Stange und scheiterte im zweiten Versuch an Manuel Kuttin, der einen Volley von Fountas nicht mehr entscheidend abwehren konnte (22.). Ercan Kara (27.) und Fountas (33.) verabsäumten es, nachzulegen. Doch auch der WAC blieb gefährlich, so rettete bei einem Baribo-Kopfball die Innenstange für Rapid (35.).
Den Start der zweiten Hälfte verschliefen die Wolfsberger und wurden dafür doppelt bestraft. Zuerst zog Fountas aus 20 Metern ab, der Ball wurde von Luka Lochoshvili unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht (52.). Eine Minute später vollendete der Grieche aus kurzer Distanz, nachdem Kuttin eine Arase-Hereingabe direkt vor seine Füße abgewehrt hatte.

„Sehr viel hat sich schon in der ersten halben Stunde entschieden. Rapid hat sich etwas schwergetan nach dem internationalen Auftritt. Wir haben die Phase sehr gut ausgenützt, um eine gute Spielkontrolle zu haben, haben in der gegnerischen Hälfte Bälle erobert. Da ist es wichtig, aus der Überlegenheit zu guten Abschlussmöglichkeiten zu kommen und in Führung zu gehen. Man sieht, was uns Rapid voraus hat, sie sind viel einfacher zu klaren Torchancen gekommen und haben die auch verwertet. Mit den frühen Toren in der zweiten Hälfte haben sie uns den Zahn gezogen, dann haben wir Schwierigkeiten gehabt zurückzukommen.“

Robin Dutt

Bildnachweis: GEPA Pictures

13/11/2022 14:30
Generali-Arena