Der Start zur neuen Saison der Österreichischen Fußball-Bundesliga steht unmittelbar bevor. Für den WAC geht es dabei auch darum, mehr Stabilität in den Verein zu bringen. Ob dieser Umbruch gelingt, werden bereits die ersten Spiele zeigen.
Die hohe Fluktuation ist normalerweise ein Hinweis auf ein Problem, beim Wolfsberger AC gehört sie mittlerweile schon zur DNA des Klubs. Nach unzähligen Trainerwechseln in der Vergangenheit hat Thomas Silberberger im Frühjahr 2026 die sportliche Verantwortung beim WAC übernommen. Zuvor war seinem Vorgänger Ismail Atalan nur ein einziger Sieg in 13 Spielen gelungen. Unter seinem Nachfolger soll jetzt ein Wendepunkt eingeleitet und mehr Stabilität in den Verein gebracht werden.
Neuer Anlauf zu mehr Stabilität in der sportlichen Führung
Silberberger richtete den Klub neu aus und setzt in seinem sportlichen Zugang auf spielerische Intensität und Flexibilität. Die taktische Ausrichtung der Mannschaft wurde variabler ausgerichtet, das zeigte sich hauptsächlich beim Wechsel zwischen der Dreier- und Viererkette. So will der WAC schneller auf seine Gegner reagieren können und defensiv stabiler werden.
Damit sucht der Trainer nicht schnelle Ergebnisse, sondern hat langfristige Ziele im Auge. Das werden auch die Fans zu schätzen wissen, die sich in den vergangenen Jahren oft an neue Gesichter gewöhnen mussten. Jetzt richtet sich das Augenmerk auf einen guten Start in die neue Fußball-Saison.
Reicht es zum Favoritenschreck?
Wenn am 19. Juli in New York das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 über die Bühne geht, verbleibt den heimischen Fans nur wenig Zeit zum Verschnaufen. Schließlich beginnt Ende Juli bereits der ÖFB-Cup, eine Woche darauf startet die Österreichische Fußball-Bundesliga. Das rückt den Fokus von Medien und Fans wieder verstärkt auf den heimischen Sport.
Doch nicht nur die Öffentlichkeit wartet gespannt darauf, wie sich die heimischen Teams nach der kurzen Pause präsentieren, sondern auch die Sportwetten-Branche. Diese ist Teil des Angebots von Online Casinos, die nach dem wirtschaftlichen Höhepunkt des Jahres, wieder zum Tagesgeschäft zurückkehrt.
Dort nimmt der Fußball in Mitteleuropa mehr als die Hälfte des Wettvolumens ein. König Fußball trägt seinen Namen schließlich nicht umsonst, das nutzen auch die Online Casinos für sich. Die Plattformen mit der besten Gewinnchance und deren Buchmacher sehen die üblichen Verdächtigen als Favoriten für die Saison 2026/2027.
Gelingt dieses Mal der Sprung in die Gruppe A?
Dazu zählen neben dem Titelverteidiger LASK unter Trainer Didi Kühbauer auch RB Salzburg und Sturm Graz. Der WAC schaffte es in der letzten Saison nicht in die Gruppe A, beendete die Saison jedoch als Zweiter der Gruppe B. Entsprechend groß sind die Hoffnungen auf die neue Spielzeit. Der Klub nimmt daher einen neuen Anlauf, um sich bestmöglich für die neue Saison zu rüsten.
Kurz vor Saisonstart präsentiert sich der WAC der Öffentlichkeit wieder einmal mit einem veränderten Gesicht. Zwölf Zugängen stehen insgesamt elf Abgänge gegenüber. Teuerster Zugang bisher ist Dejan Zukuc, der für 2,5 Millionen Euro vom FK Vojvodina Novi Sad zum WAC gewechselt ist.
Der Kapitän wechselt ins Ausland
Bei den Abgängen stechen besonders Ex-Kapitän Dominik Baumgartner und Alessandro Schöpf hervor. Baumgartner geht ablösefrei zum polnischen Erstligisten KS Cracovia, Schöpf wechselt zum amtierenden österreichischen Meister LASK. Vor allem der Abgang von Baumgartner hinterlässt beim Verein eine große Lücke. Der Innenverteidiger absolvierte mehr als 200 Pflichtspiele für die Wolfsberger und galt als zentrale Führungspersönlichkeit und emotionale Stütze der Mannschaft.
Der WAC möchte mit diesem neuerlichen Umbruch den Kader neu ausrichten und sich finanziell sowie sportlich effizienter aufstellen. Mit einer Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten soll sich Wolfsberg zu neuen Erfolgen aufschwingen. Ziel des Wolfsrudels muss es sein, sich im Mittelfeld der österreichischen Fußball-Bundesliga zu etablieren, ohne in Abstiegsgefahr zu geraten.
Der Fall Ballo sorgt für Ärger
Doch bevor es ernst wird, beschäftigt der Fall Thierno Ballo den Verein. Nach seiner Rückkehr vom englischen FC Millwall hat der Stürmer keine sportliche Zukunft mehr beim WAC. Der Klub würde einem Wechsel ins Ausland nicht im Wege stehen, allerdings durfte der Spieler nicht mit ins Trainingslager nach Maria Alm reisen. Das hat nun dazu geführt, dass Ballos Berater die Gewerkschaft eingeschaltet hat. Diese hat bereits Maßnahmen angekündigt und will mit dem WAC ein Gespräch führen. Der Klub will jedoch den Spieler noch vor dem Auslaufen seines Vertrages in einem Jahr von seiner Gehaltsliste bekommen und sucht einen Abnehmer für den ehemaligen Nachwuchsspieler des FC Chelsea.
Erfolgreiche Vorbereitung
Unterdessen zeigt sich der Klub in seiner Sommervorbereitung spielerisch weiterhin makellos. Nach vier Siegen in vier Testspielen, darunter ein 8:2 gegen die Admira, zeigen sich Klub und Fans optimistisch, dass die Wölfe ihre Ziele in der kommenden Saison erreichen können. Diese beginnt bereits am 24. Juli mit der ersten Runde im ÖFB-Cup.
Dort trifft der WAC auswärts auf Lauterach, bevor er am 2. August zu Hause die Wiener Austria empfängt. Bereits eine Woche später geht es für die Wölfe nach Salzburg. Dort wartet der ehemalige Serienmeister RB Salzburg. Dieser anspruchsvolle Auftakt in die neue Saison wird der Mannschaft alles abverlangen. Entsprechend sorgfältig bereitet Trainer Thomas Silberberger seine Schützlinge vor.
Der WAC steht also neuerlich vor großen Herausforderungen. Die Spiele werden zeigen, ob der Umbruch im Verein geglückt ist.
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