Österreichs letzte Saison mit fünf Europacup-Startplätzen

Am 19. August tritt der LASK im Celtic Park von Glasgow an, das Rückspiel gegen den schottischen Meister folgt am 25. August in Linz. Für den Doublegewinner geht es um die erste Champions-League-Teilnahme seiner Vereinsgeschichte. Drei weitere heimische Klubs standen zum Stichtag 11. August in der dritten Qualifikationsrunde. Sturm Graz ging nach dem 0:2 in Istanbul mit Rückstand in das Heimspiel gegen Fenerbahce, Salzburg reiste nach einem 1:0 gegen Pafos FC nach Zypern, Rapid und die Wiener Austria hatten ihre Auswärtspartien mit 4:1 in Estland und 2:1 in Jerusalem gewonnen. Fünf Startplätze wird Österreich auf absehbare Zeit nicht mehr haben.

Rang 22 in der Fünfjahreswertung, 8,118 Punkte hinter Zypern

In die Europacup-Saison 2026/27 geht die Bundesliga als 22. der UEFA-Fünfjahreswertung. Rang 15, an den fünf Startplätze und ein gesicherter Platz in einer Ligaphase geknüpft sind, hält derzeit Zypern, der Rückstand beträgt 8,118 Punkte. Der Datenanalyst Football Meets Data bezifferte die Chance auf eine Rückkehr unter die ersten 15 noch in dieser Saison mit 0,3 Prozent. Ab 2027/28 stellt Österreich vier Vereine statt fünf, keiner davon mit fixem Startrecht in einem Hauptbewerb.

Bundesliga-Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer sagte, unter die Top 15 zu kommen müsse das oberste Ziel aller sein. Die Liga selbst kann dazu wenig beitragen. Gepunktet wird in Istanbul, Glasgow und Limassol.

Seit 2021 trägt die Liga den Namen eines Sportwettenanbieters

Das Geld, um das in diesen Wochen gespielt wird, stammt im österreichischen Fußball zu einem erheblichen Teil aus dem Wett- und Glücksspielgeschäft. Ein Wettanbieter ist seit der Saison 2021/22 Bewerbssponsor von Bundesliga und 2. Liga, der Vertrag läuft bis 2028. Bei Europacup-Spielen verschwinden solche Namen von den Fassaden, weil die UEFA Sponsorenbezeichnungen an Stadien untersagt. Die Raiffeisen Arena in Linz heißt an diesen Abenden Oberösterreich Arena.

Auf der Konsumentenseite ist daraus ein eigener Vergleichsmarkt entstanden. Das seit 2011 in Linz ansässige Portal casino.at sortiert Echtgeld Casinos hier nach Auszahlungsquote, Bearbeitungsdauer und Bonusbedingungen und gibt an, seither mehr als 220 Betreiber geprüft zu haben. Neben den Bestenlisten führt die Redaktion eine Aufstellung jener Anbieter, von denen sie abrät, samt Begründung. Finanziert wird das Modell über Provisionen der verlinkten Betreiber.

18,62 Millionen Euro Startgeld gegen 7,3 Millionen Jahresertrag

Was an einem einzigen Qualifikationsspiel hängt, lässt sich beziffern. Wer die Ligaphase der Champions League erreicht, erhält 18,62 Millionen Euro Startgeld, in der Europa League sind es 4,31 Millionen, in der Conference League 3,17 Millionen. Ausgezahlt wird unabhängig vom sportlichen Abschneiden.

Dem stehen die Erträge gegenüber, die die Bundesliga für das Geschäftsjahr 2024/25 veröffentlicht hat.

  • WSG Tirol 7,3 Millionen Euro
  • SV Ried 8,5 Millionen Euro
  • FK Austria Wien 32,3 Millionen Euro
  • FC Red Bull Salzburg 156,7 Millionen Euro

Das Startgeld der Champions League übersteigt die Jahreserträge von WSG Tirol und SV Ried zusammengenommen. Ein kleiner Teil dieser Summe wird umverteilt. Zieht ein Klub in die Champions-League-Ligaphase ein, fließen drei Prozent der Startprämie in einen Solidaritätstopf für jene Bundesligisten, die in keinem Bewerb eine Ligaphase erreichen. In der Europa League sind es 1,5 Prozent.

Innerhalb der Liga verschieben sich die Gewichte ohnehin gerade. Seit dieser Saison teilt die Bundesliga ihre Medienerlöse zur Hälfte als Sockelbetrag an alle zwölf Klubs aus, 30 Prozent gehen nach erspielten Punkten, je zehn Prozent nach Stadionzuschauern und über den sogenannten Österreicher-Topf. Ab 2027/28 zählen dort die Spielminuten heimischer U22-Spieler dreifach, jene von U24-Spielern doppelt. Minuten von Spielern über 26 werden gar nicht mehr gewertet.

Die Bilanzen widersprechen dem sportlichen Befund. Zehn der zwölf Bundesligisten schlossen das Geschäftsjahr 2024/25 mit Gewinn ab, während dieselbe Saison international den Absturz aus den Top 15 besiegelte.

Kühbauer nennt Celtic den Favoriten

Dietmar Kühbauer, der den LASK im Oktober 2025 als Vorletzten übernahm und im Mai Cup und Meisterschaft gewann, sieht seine Mannschaft in der Außenseiterrolle. Celtic Glasgow präge den schottischen Fußball seit Jahrzehnten und sei in diesem Duell der Favorit, sagte er nach der Auslosung. Scheitert der LASK, bleibt die Ligaphase der Europa League. Dieselbe Absicherung hat Sturm Graz bereits in der zweiten Runde erspielt.

Unübersichtlicher ist die Lage in Salzburg. Danny Röhl, im Juni von den Glasgow Rangers gekommen, führt eine weitgehend neu zusammengestellte Mannschaft, die in der Vorsaison als Dritter erstmals in der Red-Bull-Ära an den ersten beiden Tabellenplätzen vorbeirutschte. Für den 37-Jährigen zahlte Salzburg eine kolportierte Ablöse von zwei Millionen Euro, sein Vertrag läuft bis Sommer 2029. Ein Ausscheiden gegen Pafos FC wäre nicht das Ende der internationalen Saison, bedeutete aber den Umweg über ein weiteres Playoff.

Rapid und die Wiener Austria spielen um den kleinsten der drei Töpfe. Für die Austria wäre schon das Playoff eine Zäsur, sechsmal hintereinander sind die Wiener zuletzt in einer Qualifikation gescheitert. Rapid dagegen stand 2025 im Viertelfinale der Conference League und hat seit Jahren keinen Qualifikationssommer verpatzt.

In der Meisterschaft hat der LASK beide bisherigen Runden gewonnen, zuletzt 2:0 bei der Wiener Austria, und sein Spiel der vierten Runde wandert wegen des Playoffs auf den 1. September. Anstoß im Celtic Park ist am 19. August um 21 Uhr, das Rückspiel in Linz beginnt am 25. August zur selben Zeit.

29/08/2026 17:00
Merkur Arena